Trauma als Ursache von Narzissmus?


Vermeidungsstrategien als Anzeichen eines Traumas/ einer posttraumatischen Belastungsstörung?

Narzissten haben oft Bindungsangst, Angst vor Nähe, Angst verletzt zu werden, Angst, ihr Herz zu öffnen, Gefühle zuzulassen. 


Sie haben ein Problem mit Gefühlen, vor allem mit negativen. Sie verdrängen diese meist.

Sie haben viele Ängste und wollen deshalb wohl ihr Leben und oft andere Menschen vollständig unter Kontrolle haben. 


Bei Kontrollthemen spielen natürlich auch noch das fehlende Urvertrauen eine große Rolle. Wenn Menschen nicht um ihrer selbst willen geliebt werden, sondern nur für Leistung, dann entwickeln sie oft kein oder zu wenig Urvertrauen und keine Selbstliebe.


Wahrscheinlich haben sie auch ein Problem, ihren Körper zu spüren. Das kann ich aber nicht genau sagen. So viel Erfahrung habe ich noch nicht mit Narzissten.


Manche Menschen oder Situationen, insbesondere die Dualseele und Gefühle, die durch diese getriggert werden, machen ihnen Angst. Das können z. B. Verlassenheitsgefühle oder Verlustängste oder Ähnliches sein, was da aus dem Unterbewusstsein hochkommt.


All das könnte seinen Ursprung auch in traumatischen Erfahrungen in der Kindheit und/ oder Jugend haben. Früher hat man ja Säuglinge oft zu lange alleine gelassen, wodurch diese dann evtl. ein Trauma erlitten haben. 


Da kann es leicht zu einer Überforderungssituation, also einem Trauma kommen, weil der Säugling das ja nicht beurteilen kann, ob die enge Bezugsperson wiederkommt oder er allein auf sich angewiesen ist und dadurch nicht überlebensfähig wäre und deshalb Verlassenheitsgefühle und Todesangst hat.


Hochsensibilität

Zudem sind Menschen unterschiedlich empfindsam. Hochsensible Menschen werden leichter traumatisiert. Im DSM 4 war es noch anerkannt, dass für ein Trauma auch das subjektive Empfinden des Erlebnisses eine Rolle spielen kann. Das erklärt auch, wieso nicht jeder Mensch in derselben Situation traumatisiert wird, es kommt auch auf das Individuum an, nicht nur auf die objektiven Umstände. Und gerade Narzissten sind wohl hochsensible Menschen.


Traumata können aber auch von den Vorfahren (die z. B. oft Kriegstraumata hatten) epigenetisch vererbt worden sein, wie neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen. 


Borderlinestörung

Auch bei der Borderlinestörung, die meiner Ansicht nach viele Ähnlichkeiten mit dem Narzissmus aufweist, liegt es nahe, dass sie durch Traumata verursacht werden kann. Zumindest wurde jedenfalls ein Großteil der Menschen mit dieser Störung auch schon früh traumatisiert. Das legt nahe, dass es da einen Zusammenhang gibt. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass das der Fall ist.


Früher hat man bei diesen Menschen eine Traumatherapie als kontrainduziert angesehen, wahrscheinlich, weil Therapeuten im Rahmen der Therapie ein sog. Retraumatisierung beobachtet haben.


Natürlich ist es für eine Traumatherapie unumgänglich, dass der Patient u.a. eine gewisse psychische Stabilität hat.


Traumatherapien:

Es gibt auch unterschiedliche Arten von Traumatherapien. Die Konfrontationstherapie oder Ähnliches, bei der die aus dem Unterbewusstsein hochkommenden negativen Gefühle gefühlt und dadurch verarbeitet werden, sind vielleicht nicht für alle Fälle geeignet. 


Oder es gibt zumindest mildere Arten von Traumatherapien, z. B. welche, bei denen man mit dem Körper arbeitet.


Wie kommt es zu einem Trauma?

Es gibt die Theorie, dass bei einem Trauma Erlebnisse im Gehirn nicht richtig verarbeitet werden, weil der Mensch in dieser Situation mit der Erfahrung überfordert ist. Deshalb kommt es in der Folge immer wieder zu diesen Panik- und Angstreaktionen, die aus dieser nicht richtig abgeschlossenen Verarbeitung resultieren, was wiederum zu Angst vor der Angst und Vermeidungsstrategien führt:

„Die wahrgenommenen sensorischen Reize werden vermutlich direkt in einer Art neuronalem „Kurzschluss“ als unbewertete, fragmentierte und mit hoher vegetativer Erregung verbundene Gedächtnisinhalte an die Amygdalae weitergeleitet. Die unverarbeiteten Erinnerungen dieses sog. Traumagedächtnisses können durch mit dem Trauma assoziierte Außenreize leicht abgerufen werden und führen nun ihrerseits wieder zu einer massiven Aktivierung noradrenerger Systeme. Dies wiederum bewirkt eine Konsolidierung der traumatischen Gedächtnisinhalte und -strukturen, indem die (noradrenerg vermittelte) Hemmung kortikaler und hypokampaler Funktionen eine mit Vorerfahrungen abgleichende Bewertung und Einordnung verhindert (Lieb/Frauenknecht/ Brunnhuber: Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie, 8. Aufl. 2016, S.285).“


Eigentlich sind diese negativen Gefühle also wohl gar nichts, wovor man Angst haben müsste, weil es evtl. nur darum geht, diese zu fühlen und anzunehmen, nicht dagegen anzukämpfen, und damit diese richtig zu verarbeiten und dadurch das Trauma zu heilen. 


Inwieweit das allerdings bei solchen Panikgefühlen möglich ist, kann ich nicht sagen.


Evtl. ist es in diesem Zustand nicht möglich, durch ein solches Hintergrundwissen über die Ursachen dieser Panikreaktion und durch Einschalten des Verstandes, das Erlebte richtig zu verarbeiten.


Konfrontationstherapie

Es kann natürlich immer wieder in bestimmten Situationen passieren, dass negative Gefühle hochkommen und es dauert wohl auch seine Zeit, bis diese dann verarbeitet wurden.


Ich habe das selbst bei leichteren negativen Erfahrungen erlebt, dass das nicht auf einmal geht, sondern immer mal wieder in bestimmten Situationen an die Oberfläche gekommen ist, bis es dann irgendwann mal aufgehört hat. Das ist aber mit schweren Traumata wohl nicht zu vergleichen, weil da eben diese Panikreaktion abläuft.


Mit solchen Traumata umgehen kann man natürlich nur, wenn man die Hintergründe versteht, z. B. wieso solche negativen Gefühle da sind und wie sie entstanden sind und wenn man auch sonst eine gewisse Stabilität im Leben hat z. B. als Erwachsener. 


Ich habe meiner Dualseele mal einen Rosenquarz in Herzform geschenkt. In der folgenden Nacht (vielleicht war es auch einige Tage später) hatte ich einen Alptraum, in dem ich vor Einbrechern geflüchtet bin. Ich hatte ziemliche Angst vor ihnen. Als ich aber mit ihnen direkt konfrontiert wurde, war das gar nicht so schlimm wie befürchtet.


Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass das nicht mein Traum war, sondern der meiner DS. Vor allem, weil ich keine Angst vor Einbrechern habe und weil ich in dem Traum vor etwas weggelaufen bin, um nicht damit konfrontiert zu werden.  

Nur als Kind habe ich auch einmal von Einbrechern geträumt, die mir Angst gemacht haben. Daran erinnere ich mich noch. 

  
In dem Traum meiner DS ging es also eher um verdrängte Dinge, mit denen man sich nicht befassen will. Ich denke aber nicht, dass bei mir noch derartige Dinge im Unterbewusstsein schlummern. 

Evtl. wurde bei meiner DS durch den Rosenquarz etwas im Schlaf verarbeitet. Ich weiß ja nicht, ob er den Stein in der Nacht an seinem Bett, Nachkästchen o. Ä. gelagert hat. Es gibt Menschen, die schon die Erfahrung gemacht haben, dass manche Mineralien wie z. B. der Rosenquarz auch unverarbeitete Dinge aus dem Unterbewusstsein hochholen können. Zumindest gibt es die Theorie, dass das mit bestimmten Mineralien möglich ist.


Überlebensstrategien:

Als Kind und Jugendlicher reagiert man beim Narzissmus z. B. mit bestimmten Überlebensstrategien, weil man anders mit dieser Situation wohl nicht zurechtkommen würde. Als Erwachsener kann man diese Überlebensstrategien wie z. B. das falsche Selbst und den ständigen Drang nach Bestätigung überwinden und durch andere Dinge ersetzen, z. B. indem man sein Herz öffnet und sich mit seiner göttlichen inneren Quelle verbindet. 

Das falsche Selbst, die innere Leere kann aber evtl. auch als Blick in den Abgrund wahrgenommen werden.

Bei einem Trauma können wohl auch Seelenanteile abgespalten werden, die dann wieder integriert werden müssen z. B. bei der Inneren-Kind-Arbeit.

Andere Verhaltensweisen der Eltern, die beim Kind wohl zu Narzissmus führen können:

Auch sog. Entwicklungstraumata könnten die Ursache von Narzissmus sein. Dabei spielt der Erziehungsstil und die Behandlung durch die Eltern eine große Rolle.

Wenn diese das Kind nur für dessen Leistung lieben und dieses nicht bedingungslos als Mensch annehmen und so lieben, wie es ist, dann kann das wohl zu großen Selbstwertproblemen führen.

Das kann so weit gehen, dass die Persönlichkeit und Verletzlichkeit/ Sensibilität des Kindes unterdrückt wird und es gezwungen wird, sein Verhalten zu ändern. Das kann sich z. B. dadurch äußern, dass die spielerische Entfaltung des Kindes unterdrückt wird, weil es dabei z. B. Unordnung in seinem Zimmer anrichtet und immer wieder mit harten Schlägen gezwungen wird, Ordnung zu machen, bis es solche Verhaltensweisen abgestellt hat und es so funktioniert, wie die Eltern es wollen. 

Diese Eltern haben das aber oft selbst bei ihren Eltern nicht anders erlebt. 

Ich bin froh, dass ich diesbezüglich sehr nachsichtige Eltern hatte. Meine Mutter musste mich z. B. als Kind oft mindestens zehnmal daran erinnern, mein dreckiges Geschirr aufzuräumen. 

Das kann natürlich für viele Menschen sehr nervig sein, insbesondere wenn man nicht nur Hausfrau ist, sondern Beruf, Kinder und Haushalt unter einen Hut bringen muss und deshalb auch nicht so viel Zeit hat.